Kirche St. Andreas Bobola (Gnadenkirche)
Milicz
Fachwerk-Gnadenkirche von 1714 – eine von sechs in Schlesien, mit drei Etagen hölzerner Emporen.
Über den Ort
Eine der sechs schlesischen Gnadenkirchen. Die Protestanten von Milicz (Militsch) verdankten sie der Altranstädter Konvention von 1707: Der schwedische König Karl XII., der mit seinem Heer durch Schlesien gezogen war, zwang Kaiser Joseph I., mehr als hundert enteignete Kirchen zurückzugeben und den Bau von sechs neuen zu erlauben – in Jelenia Góra (Hirschberg), Kamienna Góra (Landeshut), Kożuchów (Freystadt), Żagań (Sagan), Cieszyn (Teschen) und eben in Milicz.
Die Kirche entstand 1709–1714 nach Plänen von Gottfried Hoffmann aus Oleśnica (Oels), mit großzügiger Unterstützung der Familie Maltzan, der Herren von Milicz. Sie ist ein Fachwerkbau – ein Holzgerüst, ausgefacht mit Lehm und Ziegeln – über dem Grundriss eines griechischen Kreuzes. Der Turm war ursprünglich etwa 59 Meter hoch; 1789, als er einzustürzen drohte, wurde er auf 49 Meter gekürzt.
Den Innenraum umziehen drei Etagen hölzerner Emporen, dank derer die Kirche sehr viele Gläubige fassen konnte. Auf der Orgelempore steht eine Orgel aus dem 19. Jahrhundert von der Firma Wilhelm Sauer aus Frankfurt (Oder).
Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen Katholiken die Kirche und weihten sie dem hl. Andreas Bobola. Die barocke Kanzel, der Taufstein und der Bronzekronleuchter wurden 1955 in den Dom von Poznań (Posen) gebracht. Seit 1994 ist das Gotteshaus Pfarrkirche und wird schrittweise restauriert.
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Kinder auf dem winterlichen Feld · 3 min
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Fotos 10
Foto: © Przemysław Walniczek · CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons); © Bogomilicz · CC BY-SA 4.0; © Barbara Maliszewska · CC BY-SA 3.0 PL (Wikimedia Commons); © Roweromaniak · CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons); © SchiDD · CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons); © Bogomilicz · CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons); © Kriskros · CC BY-SA 3.0 PL (Wikimedia Commons)
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