Burgruine Milicz
Sehenswürdigkeit · Audio-Geschichte

Burgruine Milicz

Milicz

Backsteinruine einer mittelalterlichen Burg im Schlosspark – eine Burganlage stand hier bereits 1136.

Foto: © Jerzy Strzelecki · CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons)
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Über den Ort

An der Stelle der heutigen Ruine stand bereits 1136 eine Burganlage – ein Wachposten an der Barycz (Bartsch), lange Zeit im Besitz der Bischöfe von Wrocław (Breslau). 1282 wurde in Milicz (Militsch) der sogenannte Vertrag von Militsch geschlossen: In Anwesenheit eines päpstlichen Legaten trat der pommersche Herzog Mestwin II. das Land Gniew (Mewe) an den Deutschen Orden ab.

Die gemauerte Burg, deren Ruine wir heute sehen, entstand nach Ansicht mancher Forscher noch auf Initiative der Bischöfe Ende des 13. Jahrhunderts, nach anderen unter Herzog Konrad I. von Oels, der Milicz 1358 kaufte. Sie hatte den Grundriss eines unregelmäßigen Vielecks, war von Mauer und Graben umgeben und besaß einen dreigeschossigen Wohnturm. 1338 nahmen Truppen des böhmischen Königs Johann von Luxemburg die Burg ein; 1342 fiel sie an die Bischöfe zurück.

Nach dem Aussterben der Oelser Piasten ging Milicz 1494 an die Familie Kurzbach über, ab 1590 gehörte es den Maltzans. 1536 wurde die Burg durch einen Brand zerstört; beim Wiederaufbau kam ein neuer Teil mit einem großen Saal hinzu. Im 18. Jahrhundert war in den Burggebäuden eine Baumwollspinnerei untergebracht. Ein weiterer Brand 1797 fiel mit dem Bau des neuen Maltzan-Schlosses in der Nachbarschaft zusammen, und Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Burg aufgegeben.

Heute steht die Ruine im Park beim Schloss (heute Forsttechnikum). Erhalten sind Teile der Backsteinmauern des Wohnturms aus dem 14. Jahrhundert, Reste späterer Gebäude und Spuren des Grabens. Seit 1961 steht die Anlage unter Denkmalschutz. Bitte nicht auf die Mauern klettern – die Ruine ist nicht saniert.

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Die Burg, die zweimal brannte · 2 min

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Fotos 7

Foto: © Jerzy Strzelecki · CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons); © Wojciech Orzepowski · CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons); © Kamil Rogowski · CC BY-SA 3.0 PL (Wikimedia Commons); © Mateusz Małkowski · CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons); © Bogomilicz · CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons); Bogomilicz · CC0 (Wikimedia Commons)

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