Ehemalige Grenze in Przywsie (1920–1939)
Przywsie
Spuren der deutsch-polnischen Grenze von 1920–1939: Schlagbaum-Widerlager, ehemaliger Grenzposten und steinerne Grenzsäulen.
Über den Ort
Przywsie, bis 1945 Grenzvorwerk, liegt nur etwa 0,5 km von der historischen Grenze zwischen Schlesien und Großpolen entfernt. Von 1920 bis 1939 verlief hier die Staatsgrenze zwischen Polen und Deutschland: Das Dorf war ein deutscher Grenzort, auf der anderen Seite begann der polnische Kreis Rawicz (Rawitsch). Im Frühjahr 1920 wurde hier ein Straßengrenzübergang eingerichtet, im Ort gab es ein Zollamt.
Erhalten sind bis heute zwei massive stählerne Widerlager des deutschen Schlagbaums sowie das Gebäude des früheren Grenzkontrollpostens, gut sichtbar von der Landesstraße Nr. 5. Am Übergang zum Nachbardorf Dębno Polskie steht eine alte steinerne Grenzsäule; laut Gemeinde Żmigród wurde hier 2019 außerdem ein Stein mit einer Inschrift zum Versailler Vertrag von 1919 enthüllt. Die alte Grenzlinie trennt heute die Woiwodschaften Niederschlesien und Großpolen.
Eine ungewöhnliche Geschichtsstunde unter freiem Himmel, für die ein kurzer Halt genügt. Die Spuren stehen an öffentlichen Straßen und sind jederzeit kostenlos zu sehen; manche liegen an Privatgrundstücken – schau sie dir bitte von der Straße aus an.
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